

Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Heute
40 minus 3
Amarie denkt ... 29.04.2011, 14.40 | (0/0) Kommentare | PL
Blind Date mit Amarie (Part 1)
Manchmal sollen Dinge ja auch mal klappen. Manchmal klappen sie nur zufällig. Heute klappten sie. Fast zufällig. Aber kurzfristig. ;-) Eine Darmstädter Leserin, von der ich nur verrate, dass sie eine sündhaft schicke Jacke besitzt, die sie selbst genäht hat (Karl Lagerflums würde sagen: Die gehört nach Paris!), einen kleinen roten Flitzer fährt und Martina heisst, hat mich erwischt. Quasi eingefangen. Mal eben so schnell zwischen zwei Terminen.
Mit anderen Worten: Es gibt mich wirklich. ;-) Und ich danke Dir, Martina, für das wunderprächtige Blind Date in Darmstadt, so schnellentschlossen es auch war. Des machen mer als grad noch emal, gell?
Amarie denkt ... 02.03.2011, 23.07 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL
Die Sache mit dem Umbruch
Die Einleitung "Kinners, wie die Zeit vergeht", sie mag sich falsch-humoristisch anhören. Oder vielleicht zynisch. Aber Zynismus ist manchmal genau das Mittel der Wahl, wenn man mit Humor nicht mehr weiterkommt. Am Sonntag sind es zwei Jahre. Zwei ganze Jahre. Ich spare mir die Mühe, nun auszurechnen, wie viele Tage das sind und wie viele Stunden. Und so weiter. Es ist eigentlich eine unbegreiflich lange Zeit, wenn man sie vor sich hat, und wenn man darauf zurückblickt, dann ist es ein Zeitraum, der wie im Flug vergangen ist.
Zwei Jahre. Unwirklich. Fern. Und nah, irgendwie. Die Welt hat sich weitergedreht. Sie hat sich verändet. Es gäbe vieles zu erzählen. Aber wir erzählen uns immer noch alles. Und gerade heute, als ich sowieso viele Dinge in die Hand genommen habe, hier, in meiner Immer-noch-aber-nicht-mehr-richtig-Behausung, während eines Zwischenstops und bevor ich weiterfahre nach Berlin, wo ich aber auch noch nicht richtig eingerichtet bin, fiel mir das Tagebuch in die Hand, in das ich 2009 geschrieben hatte. Ich hatte es vor nicht allzu langer Zeit gebraucht, weil ich einige Passagen herausgesucht hatte, es lag an einer ganz anderen Stelle als gewöhnlich und war noch nicht in einer der zahlreichen Kisten verpackt.
Ich las darin, und ich las mich fest. Ich blieb bei den letzten Tagen vor Deinem Tod hängen. In der Zeit, die ich aus irgendwelchen Gründen, die mir nicht wirklich deutlich nachvollziehbar waren, sehr plastisch und ausführlich beschrieben hatte. Heute sind mir die Gründe natürlich nachvollziehbar. Und ich bin froh darüber. Froh über die detaillierten Erinnerungen, die mir geblieben sind. Auch wenn es mir wieder deutlich gemacht hat, wie sehr Du mir immer noch und immer wieder fehlst. Auch wenn ich weiss: Der Tod ist das Ende des Lebens, nicht das Ende der Liebe. Die Liebe, die keinen Gegenpol mehr hat. Die Liebe, die auf eine andere Weise nur erwidert werden kann. Sie läuft nicht ins Leere, das weiss ich, aber ich habe keinen Anker mehr für sie, auch nach zwei Jahren keinen Weg gefunden, sie zu erden.
Ich sehe Dich vor mir, wie Du an diesem Tag, ein paar Tage vor Deinem Tod, mit mir auf der Deichpromenade (wenn man das in einer Stadt wie der unsrigen denn so nennen möchte) spaziergehst und wir damit beschäftigt sind, ein paar Steine ins Wasser zu flitschen. Ich sehe Dich vor mir, wie Du kindlichen Spass daran hattest und wie Deine Augen dunkelblau blitzen vor Vergnügen. Ich sehe Dich vor mir, wie Du mich auslachst, weil ich es natürlich nicht so virtuos schaffe wie Du, einen Stein übers Wasser flitschen zu lassen. Es ist ja auch ein Kunststück, das auf der rauhen Weser hinzukriegen. Aber für solche Kunststücke warst Du wie gemacht. Dein Vergnügen ist grenzenlos. Als wir keine Steine mehr haben, legst Du mir atemlos den Arm um die Schulter, reibst Deine eiskalte Nasenspitze an meiner Wange und lädst mich galant auf einen heissen Kakao ein. Das sind Momente, die ich nie vergessen werde, die sich wie in Granit tief in mein Hirn eingebrannt haben. Es ist, als würde ich Deine kalte Nase immer noch an meiner Wange spüren und es ist, als könnte ich Deine Stimme noch immer hören.
Gerade sitze ich in der neuen Wohnung und warte darauf, das Möbel geliefert werden. Ich stelle mir vor, wie Du mit fachmännisch und handwerklich geschultem Blick durch die noch ziemlich leeren Zimmer gehst und feststellst, was noch getan werden muss. Viel ist es nicht, die Wohnung ist gut renoviert und ziemlich fertiggestellt. Alles, was noch abgeändert werden muss, kann ich natürlich gut alleine tun, doch ich weiss, woran Du etwas zu mäkeln hättest und in welchen Details Du meine Technik kritisieren würdest.
Der Platz in der Wohnung für Dich ist auch schon reserviert. Ich habe einige Fotos neu abziehen lassen bzw. die Abzüge und Rahmungen in Auftrag gegeben. Und hoffentlich ist das, was ich bisher entschieden habe, richtig so gewesen. Noch ist es alles ziemlich leer hier. Es wird schon werden, aber es wird auch noch dauern. So lange jedoch wird auch noch das Unsicherheitsgefühl in mir andauern, denn ein Zuhause sieht anders aus. Und Umbruchsphasen waren noch nie meine Welt. Wer wüsste das besser als Du, denn schon zwei Jahre lebe ich in einer, und das nicht gerade freiwillig.
Amarie denkt ... 21.01.2011, 13.01 | (0/0) Kommentare | PL
Moment of surrender (Moment der Kapitulation)
Amarie denkt ... 02.09.2010, 20.27 | (7/1) Kommentare (RSS) | PL
Update kommt!
Amarie denkt ... 10.07.2010, 06.39 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL
Ein anderes Gesicht
Amarie denkt ... 16.06.2010, 10.16 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL
So ist es denn wieder...
Amarie denkt ... 29.04.2010, 00.00 | (12/1) Kommentare (RSS) | PL
Wunden
Amarie denkt ... 12.03.2010, 21.30 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL
Das Jahr des Tigers
Amarie denkt ... 14.02.2010, 17.40 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL
Merry, merry Christmas
Amarie denkt ... 24.12.2009, 04.11 | (10/0) Kommentare (RSS) | PL



